Jugendsozialarbeit an Schulen

 

 

Seit Juni 2015 besteht an der Anton-Höfer-Grundschule Thannhausen das Angebot der Jugendsozialarbeit.

Durch diese Maßnahme sollen in Zusammenarbeit mit allen beteiligten Personen soziale Benachteiligungen ausgeglichen sowie individuelle Beeinträchtigungen überwunden werden. Ein allgemeines Ziel der Jugendsozialarbeit ist die Förderung der Kinder und Jugendlichen zur Entwicklung einer eigenverantwortlichen Persönlichkeit.

 

 

JaS bietet Unterstützung für

 

Schüler

 

Eltern

 

Lehrer

• bei Problemen in der Schule oder in  der Familie

• bei Streit mit Mitschülern

• bei persönlichen Krisen

• bei Lernproblemen oder Prüfungsangst

• bei geschlechts-spezifischen Themen

• bei Fragen zum Schulwechsel

 

• bei Problemen in der Schule oder  im Freizeitverhalten Ihrer Kinder

• beim Wunsch nach Vermittlung oder  Begleitung zu anderen Institutionen

• bei Beratung bzgl. Schulangst oder  -vermeidung

• bei Sorgen um die Zukunft Ihres  Kindes

 

• in der Beratung und Unterstützung mit und für einzelne Schüler

• bei Auffälligkeiten im Unterricht

 • bei Ausgrenzung in der Klasse

 • bei der Entwicklung und Durchführung  von Klassenprojekten mit Bezug zu  genannten Thematiken wie z.B. Mobbing,...



Die Beratung für Schüler sowie Eltern findet nach festen Arbeitszeiten, die Sie an der Schule erhalten können, statt.

Telefonisch ist Frau Wutz unter der Nummer:           08281/797288

sowie per email:                                                              wutzs@kjf-kjh.de erreichbar.

 

 

 

Frau Wutz ist über die KJF Augsburg bei uns angestellt: www.kjf-augsburg.de

 

Frau Wutz ist weiterhin unter der oben stehenden E-mail-Adresse erreichbar. Des Weiteren können Sie Frau Wutz während ihrer regulären Dienstzeiten Mo - Do am Vormittag telefonisch auf ihrem Diensthandy erreichen: 0176/81949697

Frau Wutz hat weiter für interessierte Eltern Hilfen und Tipps, wie Sie mit Ihren Kindern sicher und stressfrei durch diese schwere Zeit kommen.                                                                             

 

             

   24.3.2020

 

Liebe Eltern,

 

inzwischen sind Ihre Kinder eine Woche im "Homeschooling". Ich möchte Ihnen im Folgenden ein paar Tipps geben, die Ihnen helfen sollen, wie Sie die Zeit zu Hause möglichst gut bewältigen können. Suchen Sie sich unter den Ratschlägen die raus, die für Sie passend sind, wenn es Ihnen gerade eh gut geht- wunderbar.

- Treffen Sie sich einmal am Tag zur "Familienkonferenz". Besprechen Sie den Tagesablauf, für den nächsten Tag. Gehen Sie auf die Wünsche der Kinder ein und formulieren Sie auch Ihre Anliegen und Wünsche. Bei Uneinigkeiten schließen Sie Kompromisse, die für Sie als Eltern tragbar sind. Auf einer Familienkonferenz können Dinge besprochen werden wie z.B. wann werden die Schulsachen erledigt, welche Ideen für Freizeitgestaltung gibt es und welche sollen am nächsten Tag umgesetzt werden, gibt es Anliegen und/oder Konflikte, die in Ruhe besprochen werden können.

- Legen Sie für die Schulaufgaben einen festen Zeitpunkt (oder 2-3 Zeitpunkte über den Tag verteilt) fest. Auch für den Medienkonsum sind klare Zeitvorgaben hilfreich. Feste Schlaf- und Essenszeiten helfen auch. Ein fester Rhythmus und klare Zeiten geben Ihren Kindern Halt und vermitteln Stabilität und Sicherheit. So können Sie auf der Familienkonferenz z. B. beschließen, von wann bis wann die Schulsachen dran sind, wann und was im Fernsehen angeschaut wird und wann die Kinder Zeit für Freizeit haben.

- Achten Sie in den nächsten Wochen auf Phasen, in denen Sie räumlich distanziert sind von den Kindern. Das kann z.B. ein besprochener Zeitraum sein, in denen die Kinder auf ihrem Zimmer sind und Sie Zeit für "Nichtkontakt" haben. Die Länge des Zeitraums hängt vom Alter der Kinder und der individuellen Situation ab. Falls es Ihnen familiär möglich ist, kann ein Spaziergang ohne Familie hilfreich sein, die Balance zwischen Nähe und Distanz wieder mehr ins Gleichgewicht zu bringen.

- Nutzen Sie Fernsehen und Computerspiele nicht als Hauptbeschäftigung für die Kinder. Erfahrungsgemäß ist die Laune nach erhöhtem Medienkonsum oft schlecht und die Spannung in der Familie steigt. Auch könnte es schwierig sein, die Kinder nach dieser Zeit zu Hause wieder von dem erhöhten Konsum zu entwöhnen, wenn die Schule wieder „live“ losgeht. Bieten Sie den Kindern Alternativen wie Brett- oder Kartenspiele, Ausflüge in die Natur, gemeinsam ein spannendes Buch lesen, Familiengymnastik machen, usw. Machen Sie Dinge, die auch Ihnen Spaß machen, so dass dies nicht zu einem "nervigen Pflichtprogramm" wird.

- Wenn Sie merken, dass die Nerven blank liegen und die Ungeduld wächst, versuchen Sie, sich nicht in die Konflikte rein zu steigern. Dabei kann es helfen, den Raum zu wechseln (z.B. mit dem Satz "ich brauche jetzt eine kurze Pause, wir klären das gleich"). Bewusstes Durchatmen und 10 (oder mehr) Atemzüge zählen, kann helfen, eine innere Distanz zu schaffen. Den Kindern können Sie den Tipp geben, die Fäuste zu ballen, die Wut reinzudrücken, bis 10 (oder mehr) zu zählen und dann die Entspannung in den Händen ("sie werden warm und weich") zu spüren. Die Kinder kennen das teilweise aus Besprechungen, die wir in den Klassen zum Thema Konfliktlösungen hatten, in diesem Rahmen haben wir auch über andere Möglichkeiten zum Wut- und Spannungsabbau gesprochen, da hatte jedes Kind seine eigene Strategie (z.B. auf ein Kissen hauen, gute Musik hören, sein Tier streicheln, laut schimpfen -mit Türe zu- und andere).

 

- Entscheiden Sie bewusst, welche Nachrichten Sie Ihrem Kind zeigen. Die Bilder und Inhalte aus dem Fernsehen und Internet können Kinder tief verunsichern. Erklären Sie ihrem Kind ehrlich und vor allem kindgerecht die momentane Situation. Kindernachrichtensendungen sind gut geeignet, dass Kinder sich auch in den Medien informieren können.

- Auch wenn es manchmal nicht einfach ist, vielleicht finden Sie für sich und Ihre Familie positive Seiten an der Situation. Konzentrieren Sie sich darauf, das kann Ihnen helfen, das Ganze zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen.

- Sollten Sie Tipps an andere Eltern haben, in welcher Form auch immer (Basteltipps, Umgang mit Konflikten, andere kreative Einfälle,...), tauschen Sie sich virtuell aus, das verstärkt das Gefühl, dass Sie absolut nicht alleine sind in dieser Situation.

Vielleicht war der ein oder andere brauchbare Tipp für Sie dabei.

Sollten Sie Unterstützung brauchen, können Sie sich sehr gerne bei mir melden. Ich bin von Montag bis Donnerstag Vormittags per Mail (wutzs@kjf-kjh.de) und per Handy:  0176/81949697 zu erreichen.  

Jetzt wünsche ich Ihnen, dass Sie gesund bleiben. Richten Sie Ihren Kindern bitte schöne Grüße von mir aus.

Mit herzlichen Grüßen

 

Seyhan Wutz